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Gewalt und Sicherheit

Inhalte

Fragen nach den Ursachen und Dynamiken organisierter Gewalt und Ansätzen kollektiver Sicherheit gehören zu den Kernthemen der Friedens- und Konfliktforschung. Sicherheit bezeichnet dabei nicht nur den Schutz vor Gewalt und die Abwesenheit existenzieller Bedrohungen im gesellschaftlichen und internationalen Kontext. Vielmehr stellt Sicherheit auch eine politische Konstruktion dar, mit der Konfliktparteien ihre Gegner als Bedrohung der eigenen Identität und Interessen darstellen. Insofern können Frieden und Sicherheit auch in einen Widerspruch geraten. Insbesondere feministische Ansätze, etwa in der Außenpolitik, haben darauf hingewiesen, dass Sicherheit weder auf militärische Maßnahmen noch auf die Sicherheit des Staates reduziert werden sollte. In der Lehrveranstaltung erhalten Sie an ausgewählten empirischen Beispielen Einblicke in die Rolle von Sicherheit in Gewaltkonflikten. Darüber hinaus wird analysiert, welche Möglichkeiten und Grenzen sicherheitspolitische Instrumente wie militärische Interventionen oder die Reform des Sicherheitssektors für Friedensprozesse bieten. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Sicherheit vulnerabler und marginalisierter Gruppen gelegt.

Qualifikationsziele (Kompetenzen)

Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage...

  • sicherheitspolitische Herausforderungen in Konflikten zu identifizieren und Konzepte zu diskutieren, wie diesen angemessen begegnet werden kann,
  • zwischen friedens- und sicherheitspolitischen Perspektiven zu unterscheiden,
  • sicherheitspolitische Instrumente in die Methoden der Konfliktbearbeitung einzuordnen sowie fallbasiert zur Analyse organisierter Gewalt anzuwenden.

Lehr- und Lernformat

  • Seminar mit Input der Lehrperson, angeleiteten Gruppendiskussionen, interaktiven Arbeitssitzungen oder Präsentationen

Veranstaltungsarten

  • Seminar mit 2 SWS 

Arbeitsaufwand

  • Präsenz in Lehrveranstaltungen: 30h
  • Vor- und Nachbereitung: 30h
  • Vorbereiten und Ablegen der Prüfungsleistung: 120h

Modulbezeichnung : Gewalt und Sicherheit ( FUK 12) 
Modulverantwortung: Prof. Dr. Thorsten Bonacker

Leistungspunkte:  6 LP
Niveaustufe: Profilmodul
Verpflichtungsgrad:  Wahlpflicht
Voraussetzungen für die Teilnahme: keine 
Dauer des Moduls:  ein Semester
Häufigkeit und Beginn: jährlich im Sommersemester
Lehr- und Prüfungssprache: Deutsch, Englisch
Voraussetzungen für die Vergabe von ECTS Leistungspunkten: Hausarbeit (ca. 20 Seiten) oder Portfolio ( ca. 20 Seiten) oder Podcast ( ca. 45 Min.)
Benotung: Benotung des Moduls gemäß § 28 Allgemeine Bestimmungen für Masterstudiengänge