Hauptinhalt

Stimmen unserer Stipendiat/innen

Foto: privat
Theresa Tennstedt, 7. Semester Psychologie
Mein Psychologie-Studium ist in diesem Semester vor allem durch meine Bachelorarbeit geprägt. Dabei untersuche ich, wie sich wiederholtes Lesen auf die Beurteilung des Wahrheitsgehalts von Aussagen auswirkt. Ein besseres Verständnis von Wahrheitsurteilen ist angesichts der politischen Lage und zunehmenden Relevanz sozialer Medien im Wahlkampf von großer und aktueller Bedeutung.

Außeruniversitär engagiere ich mich für mehr Aufklärung über psychische Gesundheit. Seit mehreren Jahren bin ich ehrenamtlich beim Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker in der Online-Beratung tätig. Per E-Mail oder Chat sind wir niederschwellig für junge Menschen erreichbar, die einen Austausch über die Herausforderungen suchen, die das Zusammenleben mit psychisch kranken Personen mit sich bringt.

Ergänzend dazu nehme ich nächsten Monat an einer Schulung teil, um im Rahmen des europaweiten Mind the Mind-Projekts an Schulen Workshops zur Aufklärung über psychische Erkrankungen zu halten. Auf dieses Projekt freue ich mich besonders, da es mir die Möglichkeit bietet, auf meine bisherige Arbeit beim Jugendbildungswerk aufzubauen und um Inhalte der klinischen Psychologie zu erweitern. Darüber hinaus bin ich seit dem Semesterstart in der studentischen Studienfachberatung tätig, wo ich mein Erfahrungswissen aus dem Studium in Form von Beratungsgesprächen an jüngere Studierende weitergeben kann.

Foto: privat
Sophie Manthey, 1. Semester Bachelor Chemie
Mein Name ist Sophie Manthey und ich studiere mit Unterstützung des Deutschlandstipendiums Chemie an der Uni Marburg. Das Semester ist inzwischen ja schon etwas vorangeschritten und so wie sich das Wetter ändert, so hat sich mein Bezug zum Studium im Laufe der letzten Monate ebenfalls gewandelt. Nach wie vor glaube ich, den absolut richtigen Studiengang gewählt zu haben und vor allem im Vergleich zur Schule ist mir ein gewaltiger Motivationsschub aufgefallen. Man kann sich so den ganzen Tag lang erst in Vorlesungen und danach noch mit Kommilitonen privat über Themen austauschen, die uns alle begeistern.
Doch auch außerhalb der Chemie kann ich meine aktuelle Lebenssituation gut nutzen, um mich persönlich weiterzuentwickeln, dafür bin ich wirklich dankbar. Seit ich Stipendiatin bin, kann ich wieder verstärkt ehrenamtliche Tätigkeiten übernehmen, da ich nicht mehr neben dem Studium arbeiten muss. Vor allem in der Weihnachtszeit fällt da in der Kirche, in der ich mich lokal einbringe, viel an, sodass ich froh darüber bin, mich dort so mehr einbringen zu können. Ohne eine umfassende soziale Vernetzung wäre das Studium eine grundlegend andere Erfahrung, nicht nur für mich sondern auch für alle Menschen, für die ich so mehr Zeit habe.

Bild: privat
Markus Utzmann, 9. Semester Humanmedizin
Die Halbzeit meines zweiten Semesters am Campus Fulda ist erreicht und die Vorlesungszeit neigt sich dem Ende zu. Auch dieses Semester hat erneut gezeigt, dass das Klinikum Fulda nicht nur Lust auf Lehre hat, sondern diese definitiv auch kann!
Nach einer fünfwöchigen Famulatur in der Neuroanästhesie in Linz, ging es im neuen Semester direkt mit einem „Intensivkurs“ in der Anästhesie weiter. In diesem von den Marburger AnästhesistInnen geleiteten Lernblock wurden uns die theoretischen Grundlagen vermittelt, bevor sich die AnästhesistInnen des Klinikums Fulda richtig ins Zeug legten, um uns im Simulationskurs die bestmögliche Lernerfahrung zu bieten. Hier übten wir an drei Tagen das Einleiten einer „Standardnarkose“ am Simulator, vertieften dieses Wissen an zwei OP-Tagen weiter und tauchten am letzten Tag mit simulierten Notfallsituationen in den tatsächlichen Anästhesiealltag ein. Ein definitives Highlight. Nicht nur dieses Semesters, sondern des ganzen bisherigen Studiums!

Auch die Gynäkologie und die Pädiatrie haben erneut bewiesen, dass die kleineren Gruppen am Campus Fulda ein Segen für die Lehre sind. Die Dozierenden waren hochmotiviert und konnten im OP-Praktikum mit jeweils nur zwei Studierenden auf jede unserer Fragen eingehen und die gezeigte Mamma-CA-Entfernung inklusive anschließender Therapieoptionen so sehr eindrücklich für uns erklären.

Weitere Highlights des letzten Jahres abseits des Studiums waren für mich sicherlich ein Radrennen am Grand Ballon (Bild) bestreiten zu dürfen, Linz und die schöne Landschaft um die Donau herum erkunden zu können und Silvester im eingeschneiten Winterparadies der Rhön zu verbringen.
Nach der Winterpause freue ich mich neben dem Studium, das Training für den Ötztaler Rad-marathon zu starten. Im Studium freue ich mich, bei den bald startenden Tutorien „Fit fürs Physikum in BC“ & „Fit für Physio“ als Tutor dabei sein zu dürfen. Des Weiteren freue ich mich als „Fulda-Buddy“ den im Sommersemester neu am Campus Fulda startenden Studierenden einen guten Start zu ermöglichen, bei Fragen zur Seite zu stehen und ihnen und folgenden Semestern so hoffentlich ein bisschen die Angst vor Fulda zu nehmen.